März 2011

Welche Folgen Stürze haben können

  • Ein Sturz erzeugt nicht nur Schmerzen. Er ist nicht selten Auslöser einer Krise, die in den totalen Verlust der Autonomie münden kann.

    Ein Sturz ist eines der einschneidendsten, gefährlichsten Erlebnisse, die einen älteren Menschen ereilen können. Denn ein Sturz wirkt sich auf vier wichtigen Ebenen aus:

    Auswirkungen auf den Körper:

    Der Hüftbruch ist eine sehr schwere Verletzung mit langem Heilungsprozess. Dieser ist verbunden mit einer Abnahme der Selbstständigkeit bis hin zum vollständigen Verlust der Mobilität. Bei Patienten mit einer bestehenden Bewegungsstörung, also auch bei Parkinsonbetroffenen, kann dieser Verlust der persönlichen Autonomie dauerhaft sein.

    Auswirkungen auf die Psyche:

    Die Angst vor weiteren Stürzen führt zu Gangunsicherheit – und so zu noch mehr Stürzen. Überdies stellen Stürze, vor allem wiederholte Sturzerlebnisse, oft eine massive Verletzung des Selbstwertgefühls dar und können sich zu einem eigenen Krankheitsbild – der Sturzangst (fear of falls) – entwickeln. Dies kann zum vollständigen Mobilitätsverlust und damit zu Abhängigkeit bis hin zur Einweisung in ein Pflegeheim führen.

    Auswirkungen auf das Umfeld:

    Die Sturzfolgen, insbesondere der Mobilitätsverlust, können eine vermehrte Abhängigkeit vom formellen und informellen Netz auslösen. Gleichzeitig kann eine erhöhte finanzielle Belastung (Krankenhaus, Heim) die Folge sein.

    Auswirkungen auf die Finanzen:

    Unfälle im Haus und in der Freizeit verursachen jährlich soziale Kosten von etwa 3 Milliarden Franken. Rund zwei Drittel gehen auf das Konto von Stürzen. Ein Hüftbruch erzeugt Heilungskosten von durchschnittlich 65 000 Franken.

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