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Machen Sie Druck: Medizinische Kompressionsstrümpfe bzw. Kompressionsstrumpfhosen helfen bei Erkrankungen wie Krampfadern, Lymphödem oder Lipödem. Die Kompression verbessert den venösen und lymphatischen Rückfluss.
Kompressions-Kompetenz-Zentrum Mediline
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Kompression als Therapie
Machen Sie Druck: Medizinische Kompressionsstrümpfe bzw. Kompressionsstrumpfhosen helfen bei Erkrankungen wie Krampfadern, Lymphödem oder Lipödem. Die Kompression verbessert den venösen und lymphatischen Rückfluss.
Kompressionsstrümpfe für die Venen
Das kompressive Gestrick der Strümpfe übt Druck auf die Venen bzw. das Gewebe aus und verbessert so den venösen Rückfluss. Schwellungen und schmerzhafte Stauungen reduzieren sich. Kompressionsstrümpfe sind ein wichtiges medizinisches Hilfsmittel zur Therapie, werden aber auch zur Prophylaxe bei stehenden Berufen oder gegen Reisethrombosen eingesetzt.
Kompressionsstrumpf ist nicht gleich Stützstrumpf
Kompressionsstrümpfe unterscheiden sich in wesentlichen Punkten von Stützstrümpfen. Sie werden durch einen Arzt verordnet. Die Beine vermisst eine Fachkraft von Mediline oder von einem anderen Sanitätshaus. Danach werden die passgenauen Kompressionsstrümpfe als Serienmodell abgegeben, oder nach Maß gestrickt. Stützstrümpfe dagegen eignen sich nicht zur Behandlung von Krankheiten, sie dienen vor allem zur Vorbeugung.
Übrigens: Schon lange vorbei sind die Zeiten der altmodischen Gummistrümpfe. Aktuelle Kompressionsstrümpfe sehen nicht nur schick aus, sie sind auch viel leichter anzuziehen und durch hochwertige Materialien angenehm zu tragen.Venensystem
Aufgaben des Venensystems
Das Blut bringt als perfektes Transportmittel alle möglichen Stoffe in die entlegensten Ecken des Organismus. Die Pumpe für die Blutströmung ist das Herz, seine Bahnen die Blutgefäße. Das mit Sauerstoff aus der Lunge angereicherte Blut gelangt über Arterien und Kapillaren als feinste Verästelungen der Arterien zu allen Körperregionen, in denen Stoffwechsel stattfindet. Venen sammeln das sauerstoffarme Blut mit den Abbauprodukten des Gewebsstoffwechsels und führen es über das Herz in die Lunge zurück – der Kreislauf ist geschlossen. Neben ihrer Aufgabe als Transportsystem übernehmen Venen auch eine bedeutende Rolle als Speicher der größten Blutmenge, die im Körper zirkuliert: Mehr als 80 Prozent des gesamten Blutvolumens lagern im venösen Schenkel des Kreislaufs, um bei Belastungen – zum Beispiel körperliche Anstrengung – das vom Kreislauf benötigte Blut schnell zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sind Venen wichtig für die Regulation der Körperwärme.
Aufbau des Venensystems
Im Unterschied zum arteriellen Kreislaufabschnitt, in dem zur optimalen Verteilung des Blutes ein hoher Druck herrscht, sind die Druckverhältnisse in den Venen wesentlich niedriger. Entsprechend sind die Venenwände auch dünner als diejenigen der korrespondierenden Arterien und mit weniger Muskulatur und elastischem Gewebe versehen.
Im Bereich der Beine wird zwischen einem oberflächlichen und tiefen Venensystem unterschieden. Oberflächliche Venen verlaufen direkt unter der Haut und über der Muskulatur. Sie sammeln das venöse Blut aus der Haut und dem Unterhautgewebe und leiten es über zahlreiche Verbindungsvenen (Venae perforantes) in das tiefe Venensystem, das in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Arterien verläuft. Von dort wird das sauerstoffarme Blut aus Muskulatur und Knochen über die untere Hohlvene zur rechten Herzkammer zurückgeführt. Beim gesunden Menschen fließen etwa 90 Prozent der venösen Blutmenge über das tiefe Venensystem ab, während 10 Prozent den Weg über das oberflächliche System nehmen.
Funktionsprinzip des Venensystems
Für den Rückfluss des venösen Blutes gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen – sozusagen „bergauf“ – sorgt neben den Venenklappen ein komplexes Zusammenspiel verschiedener weiterer Transportmechanismen. Den wichtigsten Motor des venösen Rückstroms in den Beinen stellen die sogenannten Muskel- und Gelenkpumpen dar, bei denen Venen, Muskeln und Gelenke miteinander arbeiten. Das Prinzip ist denkbar einfach: Bei jeder Beuge- und Streckbewegung der Beine, wie zum Beispiel beim Gehen, ziehen sich die Muskeln abwechselnd zusammen und entspannen sich dann wieder. Mit dem daraus entstehenden Pump-Saugmechanismus wird in der Phase der Muskelanspannung das Blut aus der nahe liegenden Beinvene in Richtung Herz gepresst. Dadurch fällt in den entleerten tiefen Venen der Druck ab, so dass Blut aus dem oberflächlichen Venensystem angesaugt und weitertransportiert werden kann.
Krampfadern
Krampfadern (Varizen): Bei Krampfadern handelt es sich um knotige, erweiterte Venen, die an der Hautoberfläche sichtbar werden. Betroffen sind meistens die oberflächlichen Venen im Bereich der Beine.
Besenreiser: Kleine erweiterte Venen in der obersten Hautschicht. Sie treten meistens an den Beinen auf. Ursachen können eine Stauung im Venensystem oder eine angeborene Veranlagung sein.
Bei stauungsbedingten Besenreisern verlieren die Äderchen durch den ständig erhöhten Druck im Gefäßsystem ihre Elastizität. Die Venen weiten sich und werden als Äderchen, hellrote Gefäßbäumchen oder rötliche Flecken sichtbar. Besenreiser können erste Anzeichen einer Venenerkrankung sein.
Primäre und sekundäre Varikosis
Bei Krampfadern handelt es sich in 80 Prozent der Fälle um eine primäre Varikosis. Ursache ist eine angeborene Venenwandschwäche. Die Erkrankung entsteht durch eine venöse Stauung, Veränderungen der Venenwand und durch nicht oder schlecht funktionierende Venenklappen im oberflächlichen Venensystem. Auch ohne erbliche Vorbelastung, sollte auf die Zeichen des Körpers geachtet werden, um Venen-Fehlfunktionen frühzeitig erkennen zu können.
Ursachen für eine sekundäre Varikosis sind Verlegungen oder Verstopfungen der tiefen Venen. Auslöser kann eine Thrombose sein. Durch den Druck erweitern sich die Venen und zeigen sich an der Hautoberfläche.
Risikofaktoren
Risikofaktoren, die zur Entstehung von Venenleiden führen können, sind zahlreich:
· Vererbte Venenschwäche oder angeborene Venenanomalie
· Übergewicht
· Viel Sitzen oder Stehen
· Nikotin- und Alkoholkonsum
· Hormonelle Einflüsse (Pille, Schwangerschaft)
· Schweres Heben und Tragen
· Beengende Kleidungsstücke
· Heiße Bäder und intensives Sonnen
Symptome
Venenleiden kündigen sich durch typische Merkmale an:
· Schwere, müde oder geschwollene Beine
· Hitzegefühl in den Beinen
· Kribbeln, Krämpfe oder Spannungsgefühl
· Ziehender oder stechender Wadenschmerz
· Schwellungen in der Knöchelregion
· Besenreiser
Wer eines oder mehrere dieser Anzeichen feststellt, sollte einen Arzt aufsuchen. Denn Venenleiden sind kein unabwendbares Schicksal. Frühzeitig erkannt und behandelt kann ein Fortschreiten der Erkrankung oftmals verhindert werden. -
Tipps für gesunde Beine
Schon einige wenige Tricks bewirken eine Menge - Probieren Sie's einfach aus, so bringen Sie Ihre Beine mit geringem Aufwand auf Trab!
- Tragen Sie die vom Arzt verordneten Kompressionsstrümpfe/ -strumpfhosen
- Bewegen Sie sich so viel wie möglich, vor allem die Bein- und Wadenmuskulatur: das kräftigt die Muskelpumpe.
- Legen Sie Ihre Beine hoch - wenn möglich 30 Minuten täglich. Legen Sie Füße und Beine auch nachts hoch, als Faustregel gilt 10 cm über dem Herzen.
- Schlagen Sie nicht die Beine übereinander, denn das drückt die Venen in der Kniekehle ab und hemmt somit die Blutzirkulation.
- Tragen Sie bequeme, nicht einengende Kleidung und Unterwäsche. Sie behindert Ihren Kreislauf und die Pumpstation Zwerchfell.
- Tragen Sie flache Schuhe - häufig barfuß oder in Strümpfen gehen, öfters Schuhe wechseln.
- Sport ist ein Freund Ihrer Venen - vor allem Spaziergänge länger als 30 Minuten, Schwimmen, Wandern und Radfahren.
- Sorgen Sie für gesunde Ernährung - jedes Kilo Übergewicht belastet Beine und Venen. Und: Es schränkt auch die Beweglichkeit des Zwerchfells ein - einer wichtigen Pumpstation des Körpers.
- Meiden Sie Hitze, halten Sie Ihre Beine kühl. Hitzestau beim sommerlichen Baden oder bei Wärme-Anwendungen wie Sauna vermeiden. Im Sommer die Beine mit einem kalten Waschlappen abwaschen - nicht abtrocknen.
- Massieren Sie Ihre Beine - am Knöchel beginnen und langsam in Richtung Hüfte massieren!
Machen Sie täglich Venengymnastik - liegend "Luftradfahren", im Stehen von der Ferse zur Fußspitze rollen und zurück, auf Zehenspitzen laufen, im Sitzen Fußkreisen und -wippen.