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Was ein stürzender Motorradfahrer mit Parkinson zu tun hat? Ganz einfach! Motorradpiloten zeigen uns, wie man einem erhöhten Sturzrisiko begegnet: Man schützt seinen Körper mit Protektoren.
Gut gerüstet für den Fall des Falles
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Was ein stürzender Motorradfahrer mit Parkinson zu tun hat?
Ganz einfach! Motorradpiloten zeigen uns, wie man einem erhöhten Sturzrisiko begegnet: Man schützt seinen Körper mit Protektoren.Egal, ob krank oder gesund, alt oder jung: Unser Leben hält viele Risiken für uns bereit. Einigen können wir gezielt und dauerhaft aus dem Weg gehen. Andere nehmen wir in Kauf, weil sie klein oder unwahrscheinlich sind. Einige Risiken aber sind zwar so gefährlich, dass wir sie eigentlich meiden wollen – doch wir können es nicht. Zur Sorte dieser besonders tückischen Risiken zählt, insbesondere bei älteren Menschen, die Gefahr eines Sturzes. Denn ein Sturz ist für sie ein sehr einschneidendes, beängstigendes Erlebnis. Sich unvermittelt und hilflos am Boden liegend vorzufinden, bereitet aber nicht nur Angst und Schmerzen. Ein Sturz und seine Folgen können ein vormals positives Lebensprogramm komplett durcheinanderbringen.
Stürze haben oft fatale Folgen
Laut einer Hochrechnung der Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) sind Sturzunfälle die häufigste Unfallart bei Senioren in der Schweiz. Rund 83 Prozent der jährlich etwa 70 000 Unfälle, die Betagte im Bereich Haus und Freizeit erleiden, sind Sturzunfälle. Dabei ziehen sich knapp 9000 Senioren einen Hüftbruch (Oberschenkelhalsfraktur) zu – mit oft fatalen Folgen: langer Spitalaufenthalt, eingeschränkte Mobilität, Verlust der Eigenständigkeit. Von den Kosten ganz zu schweigen.
Rund ein Drittel der Verunfallten, die beim Sturz eine Oberschenkelhalsfraktur erleiden, kann nicht mehr nach Hause zurückkehren. Und von jenen Patienten, denen dieses Schicksal erspart blieb, ist wiederum ein Drittel dauerhaft auf eine Gehhilfe oder andere Hilfsmittel angewiesen.
25 bis 33 Prozent der Verunfallten sind als Folge des Hüftbruchs dauerhaft stark behindert – oder können gar nicht mehr gehen. Und erschreckende 17 bis 23 Prozent der Sturzopfer, die eine Oberschenkelhalsfraktur erlitten, sterben gar innerhalb eines Jahres nach dem Unfall!
Risikofaktor Parkinsonerkrankung
Mit dem Alter wächst die Gefahr. Menschen im Alter von über 90 Jahren haben ein dreimal höheres Sturzrisiko als 65- bis 69-jährige Senioren. Das Risiko, infolge eines Sturzes zu sterben, wächst sogar noch zweimal schneller, ist also bei 90-Jährigen rund sechsmal höher als bei 65- bis 69-Jährigen.
Kommt eine Parkinsonerkrankung hinzu, steigt das Risiko zusätzlich. Aufgrund ihrer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit und des fortschreitenden Verlustes von Halte- und Schutzreflexen sind die Betroffenen – insbesondere im fortgeschrittenen Stadium – besonders gefährdet.
Vorbeugen ist besser als heilen!
Stürze gehören zu den Risiken im Leben, denen man in gewissem Umfang durch gezielte Vorsichtsmassnahmen vorbeugen kann – gegen die man aber niemals ganz gefeit ist. Daher sollten stark gefährdete Menschen wie Parkinsonbetroffene dafür sorgen, dass im Fall des Falles nicht gleich die Knochen brechen. Wie das geht, machen uns die Motorradfahrer wie GP-Ass Tom Lüthi vor: Sie schützen sturzgefährdete Körperpartien mit stossabsorbierenden Protektoren. Diese sind leicht, bequem und können nahezu unsichtbar unter der normalen Kleidung getragen werden. Ihre Schutzwirkung ist frappant: Laut Studien mindern Protektoren das Risiko eines Hüftbruchs um bis zu 70 Prozent.
Elisabeth Ostler
(Zur Verfügung gestellt von PD-Care. Herzlichen Dank)